Einseitig

Galopp
Fenja, eine Islandstute, galoppiert rechts nicht so leicht an. Rechts ist es einfacher, links hat sie immer wieder Töltübergänge oder galoppiert außen an. Die Stute geht auf beiden Händen korrekte Seitengänge, kann also auf beiden Seiten Gewicht aufnehmen und sich biegen.
Die Reiterin beginnt nun mehrmals auf der "guten" Hand anzugaloppieren und beobachtet dabei, wohin sich ihr Schwerpunkt verlagert. Was die Rippen auf der Innenseite unter ihren Achseln machen, und was auf der rechten. Sie beobachtet, ob sie die Tendenz hat sich zu drehen.
Nachdem sie herausgefunden hat, was genau sie tut, wenn ihre Stute leicht angaloppiert, arbeiten wir auf der andern Seite. Sie sucht nach den gleichen Möglichkeiten und findet heraus, dass sie insgesamt fester ist, die Tendenz hat sich innen festzuhalten. Wir spielen mit den Veränderungen, und sofort zeigt Fenja eine deutliche Tendenz immer mit dem richtigen Fuß anzugaloppieren. Ein paar kurze Tölttritte sind noch dazwischen. Also erkläre ich der Reiterin, wie sie den Takt der Hinterbeine durch die Einwirkung ihrer Sitzbeine ändern kann, und Fenja galoppiert auf den Punkt richtig an. In dem Moment, wo die Reiterin sich bewusst wurde, was sie tut, und genau tat was sie wollte, konnte ihre Stute perfekt antworten.

Wenden:

Buchautorin Susanne Kronenberger und ihr Firmoso

Wenn sich Susanne zur Seite neigt, bzw. ihr Gewicht nach innen verlagert, bringt sie ihr Pferd aus dem Gleichgewicht. Es kann sich nicht biegen. Foto links.

Susanne hat gelernt gerade zu sitzen und zu drehen. So aktiviert sie Firmosos inneres Hinterbein, befreit die Schulter und er biegt sich leicht und sicher.

Viele Reiter haben die Tendenz sich zu einer Seite zu neigen, so dass ihr Pferd sich zu dahin nicht biegen kann. Susanne ist hier ein Beispiel für eines der häufigsten Probleme die Pferde mit ihren Reitern haben, und nur sehr wenige wissen es. Noch weniger können es spüren. Susanne hat es gelernt und Firmose läuft jetzt rund.