Die "Reset" Taste

Die "Reset" Taste

Eines der wichtigen Dinge, die ich gerne unterrichte, ist die innere "Reset" Taste. 
Wenn der Moment kommt, in dem sich das Reiten nicht mehr gut anfühlt, man beginnt in die Anstrengung zu kommen, sei es um Auszusitzen, um das Pferd zu lenken, oder weil man "nicht alles auf einmal" kann, dann verliert das Reiten und die Kommunikation mit dem Pferd schnell an Qualität.
Dann ist er gekommen, der Moment für die "Reset" Taste. Anhalten! Oder Schritt am langen Zügel, wenn Stehen nicht so leicht ist.
Wichtig: Aufhören mit dem, was man gerade tut. Einen Moment in sich gehen, zentrieren, durchatmen, erden, sich fragen: Was will ich eigentlich? Wo will ich hin? Fühle ich mich sicher? Versteht mich mein Pferd gerade überhaupt? 
Und dann erst einen neuen "Plan" erstellen. Visualisieren, wohin, wie und in welcher Qualität. Was brauchen wir, ich und das Pferd, um das umsetzen zu können? Und erst wenn die Vorstellung klar ist und auch angenehm, wieder beginnen, von dem Ort aus, an dem man sich wohl fühlt.

Oft sehe ich Reiter, die ihr Pferd nicht auf der Linie halten können und "kämpfen", dass es nicht in die Mitte geht. Ich frage dann oft: "Wo willst du hin?" Und sie sagen: "Nicht in die Mitte." Ich sage, "Ok, aber Wo willst du hin?" Und wieder höre ich: "Nicht in die Mitte."
Dann sage ich. "Stopp! Halte an. Wenn du weißt, dass du nicht nach Köln willst, fährt dein Auto noch lange nicht nach Düsseldorf "
Dann orientiert sich der Reiter neu, sucht sich ein Ziel und reitet dahin. Und das Pferd versteht und folgt.

Ebenso kann es beim Aussitzen sein. Es schmerzt, es verspannt, es fühlt sich nicht gut an, weder für's Pferd noch für den Reiter. Doch der Reiter macht weiter.... wofür? Wie soll es besser werden, wenn ich nur mit Schmerz und Spannung beschäftigt bin?
Anhalten, Schritt reiten, wenige Tritte traben, so viele, wie sich gut anfühlen. Wird es unbequem, durchparieren. Wozu üben, was verspannt. Und nach ein paar Wechseln werden die Strecken immer länger, in denen man qualitätsvoll aussitzen kann.

 

Oder ich seh einen Reiter, der keine meiner Ideen mehr umsetzt und sauer wird, auf mich, weil ich zu viel will, auf das Pferd, weil es nicht gehorcht und dann ... Stopp!!
Und er atmet einmal durch und ich frage: "Was ist los?" und er sagt. "Mir sind viel zu viele Reiter in der Bahn, das macht mir Stress."
Und wir gehen raus, aus dieser Bahn, arbeiten auf einer andern, oder im Wald, und die Qualität ist wieder da.
Der Weg zu mehr Leichtigkeit und schnellere Erfolg:
Innehalten - Klarheit schaffen - Lösungen erkennen und in guter Qualität umsetzen.