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Bergaufbewegung Die Islandstute einer Schülerin hat wie viele Isländer wenig Widerrist und lies sich gerne in der Brustwirbelsäule hängen. Sie hatte außerdem die Tendenz hinterm Zügel zu gehen, was sie insgesamt sehr auf die Vorhand brachte. In der Bodenarbeit arbeitet ihre Besitzerin Christine mit dem Dingo mit ihr, um sie immer wieder auf die Hinterhand auszubalancieren. Außerdem hob Anke ihren Rücken und die Wirbelsäule an bevor und nachdem Christine aufgestiegen war. Schon am Boden nutzen sie außerdem den Balancezügel um sie zu erinnern das sie sich mehr tragen kann und Anke schaukelte sie in dieser neu gefundenen Haltung vom Schweif oder den Sitzbeinhöckern durch. Die Stute zeigte sofort mehr Balance in der Bewegung, und lies sich gerade mit Hilfe des Balancezügels auch viel klarer tölten. Bei Paraden kam sie besser drunter und durch die nun aktivere Hinterhand auch mehr an den Zügel. Bei ihr liegt nun auch der Balancezügel immer griffbereit um den Hals, wenn es auch nur noch sehr selten nötig ist, da sie jetzt schön ans Gebiß herantritt und im Brustkorb "oben bleibt"
Hinterhand aktivieren Kelly kam mit der Idee zum Kurs, dass ihr Augenmerk auf der Hinterhand des Pferdes lag. Dorthin verlagerte sie ihre Aufmerksamkeit und ihren Schwerpunkt. Sie vergaß dabei, dass es auch um Vorwärts reiten geht. Durch den Wechsel der Sitzarten, die sie nun neu lernte, und mit "Wind und Welle" fand sie eine neue Aufrichtung, und lernte, dass es nicht nur um "hinten" geht, sondern auch um "nach vorne", dass es nicht nur darum geht die Hinterhand zu senken, sondern auch mit Leichtigkeit zu reiten. Das zur Verfügung gestellte Schulpferd, das sich in der ersten Stunde noch kaum antraben lies, zeigt sofort freiere Gänge, und lief leichter und fröhlicher.
Zufrieden vorwärts Romeo ist ein großrahmiger Warmblüter und brav, aber im Rücken festgehalten. In der Stunde machten wir eine Feldenkraislektion mit den Reiterinnen auf ihren Pferden. Sie lernten ihren Brustkorb zu drehen und ihre Arme frei zu halten, so dass die Zügelführung weicher wurde. Außerdem spielten wir mit verschiedenen Variationen der Zügelführung. Schon nach den ersten 2 "Stopps" für die Feldenkraisübungen im Stehen, begann Romeo sich lang zu machen und im Rücken weich zu werden. (In den "Spür-runden" zwischen den Abschnitten der Feldenkraislektion reiten alle mit hingegebenen Zügeln.) Als die Zügellektion dazu kommt, und seine Reiterin Anlehnung herstellt, zeigt er sich erstmals im freien Vorwärts mit guter Schulterfreiheit und einem losgelassenen Rücken. Seine Reiterin freut sich: "Mein Pferd ist zufrieden :-)" Auch im Galopp bleibt er nun losgelassen und schwungvoll auf beiden Händen und fällt nicht mehr durch.
Aktiv werden Auf einem Reitkurs ritt eine Anfängerin einen Haflinger der auf ihre treibenden Signale nicht wirklich reagierte. Anke nahm ihn nach der Stunde kurz an die Hand und begann mit dem Dingo zu arbeiten. Es zeigte sich schnell, das ihm die Vorwärtstreibende Wirkung der Gerte nicht bekannt war. Am nächsten Tag ritt sie ihn wieder und diesmal brauchte sie die Gerte nur wenige Male mit ihren Hilfen zu kombinieren und er verstand gleich was sie meinte, so daß die Gerte dann auch schon nicht mehr nötig war, und der sonst als faul und stur geltende Haflinger munter vorwärts lief.
Vorwärts: Willy, ein Warmblut, kam in den Kurs mit dem Wunsch seiner Reiterin, dass er besser vorwärts geht. In der ersten Stunde lernte sie in ihrem Körper die Bewegung ihres Pferdes aufzunehmen, durch ihren Körper zu lassen und nur über die Visualisation den Raumgriff zu verkleinern und wieder zu vergrößern. Und Willy ging schön vorwärts im Schritt. Danach lernte sie noch Wendungen leicht zu reiten, ihre Zügelführung etwas zu verbessern, (die auch vorher recht gut war) und noch mehr Flexibilität in ihrem Hüftgelenk zuzulassen. Zum großen Erstaunen derer, die Willy kannten, ging er die 3 Tage im Kurs gut und locker vorwärts-abwärts, mit schwingendem Rücken, für alle erstaunlich: Ohne Gerte oder Sporen, ohne anstrengendes Vorwärtstreiben der Reiterin
Losgelassenheit: Pasha, ein Vollblutaraber, ist ein freundliches und gehorsames Pferd. Er hält sich jedoch gerne mal im Rücken fest und trägt den Kopf dann zu hoch. Seine Reiterin lernte zu reiten "wie ein nasser Sack" :-), d.h. sich einfach mal hängen zu lasen, Kopf und Schultern fallen zu lassen, den Rücken rund zu machen. Schon nach 3 Tritten im Trab folgte Pasha dem Vorbild seiner Reiterin, ließ seinen Kopf fallen und wurde lang und weich. Um sich in der Aufrichtung dann auch nicht fest zu machen, lernte die Reiterin nun Sitzartenwechsel zu reiten. In kurzer Folge wechselte sie zwischen Galionsfigur, Balancesitz und Leichttraben und Pasha lief losgelassen und frei vorwärts in guter Haltung und mit schwingendem Rücken. Zu Beginn der Stunde hatte die Reiterin die "Möhrchenübung" mit ihrem Pferde gemacht und er konnte sich auf einer Seite überhaupt nicht biegen. Nach der Stunde war es überhaupt kein Problem. Pasha war gleichmäßig gelöst und leicht zu biegen.
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