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5 Tage Feldenkrais, TTEAM und Reiten aus der Körpermitte 2006 Den "richtigen Sitz" finden mit Centered Riding
Meine Hauptmotivation für die Teilnahme am Kurs Centered Riding, TTEAM und Feldenkreis, war der Wunsch, zum richtigen Sitz auf dem Pferd finden.Trotz regelmäßiger Reitstunden (Englisch Reiten) über einige Jahre, wollte es mir einfach nicht gelingen, den in den Reitlehren beschriebene tiefen,mitgehenden Sitz (im Pferd und nicht auf dem Pferd),ohne Steifheit und Verpannungen,zu finden. Mitunter gelang es mir zwar ansatzweise. Jedoch war mir nicht klar, wie sich mein Körper dabei organisierte, und welche Körperteile es dazu brauchte. So fiel es mir in jeder Reitstunde erneut schwer, den Weg dahin zu finden.
Die gängigen Ratschläge im Reitunterricht, wie Schulterblätter zurück und gerade zu sitzen, mit tiefen Absätzen, Zehen nach vor und den Beinen am Pferd halfen mir nicht. Es erschien mir fast unmöglich, meinen Körper in die richtige Positur zu bringen. Mein Oberkörper fühlte sich steif und verspannt an, dafür wackelten die Unterschenkel, ohne dass ich etwas dagegen hätte tun können. Auf diese Art und Weise machte mir das Reiten nicht mehr wirklich Spass und ich war drauf und dran aufzugeben und mich für einen hoffnungslosen Fall zu halten.
Dann erinnerte ich mich an den Centered Riding Kurs, den ich vor zwei Jahren bei Anke gemacht hatte und an das Sitzgefühl, dass Sie mir dabei vermittelt hatte. Der Kurs ging damals über 2 Tage. Da die Grundlagen von Centerd Riding, Feldenkrais und TTeam dabei ganz neu für mich waren, konnte ich das neu Gelernte nicht so verinnerlichen und mitnehmen, um es später immer wieder abrufen zu können. Zumal es im üblichen Reiterunterricht nicht unbedingt realisierbar ist, ganz bewußt auf die eigenen Bewegungsabläufe zu achten und Muster wie die "Fahrradkreise" zu finden oder die Gallionsfigur üben.
So meldete ich mich für den 5 Tage Kurs "Centered Riding, Feldenkrais und TTEAM" bei Anke an. Der Kurs fand auf einem superschön gelegenen Reitplatz in einer Waldlichtung statt. Für das Mittagessen und für die Feldenkraisübungen standen uns Räumlichkeiten im Ort zu Verfügung. Da ich selbst kein eigenes Pferd habe, organisierte Anke ein Leihpferd für mich, mit dem ich mich auf Anhieb wohlfühlte.
Nachdem zunächst die Ziele und Erwartungen von allen Kursteilnehmern, die übrigens alle ganz unterschiedliche Ausbildungsstände hatten ,besprochen waren, stand die erste Reitstunde nach der Centerd Riding Methode an. Dabei geht es darum, den Bewegungen des Pferdes mit geschlossen Augen (des Reiters natürlich) zu folgen, die Bewegungsmuster zu erspüren und aufzunehmen, und die eigene Körgemitte zu finden. Wir ritten jeweils in 2 Gruppen, so dass für jeden Reiter ein Führer zu Verfügung stand.
Vor der zweiten Reitstunde am Nachmittag machten wir zunächst als grundlegende Vorbereitung eine Übung namens "Wind und Welle". Ziel der Übung ist es, auf einem Stuhl sitzend, eine gerade und und aufgerichtete Position zu finden, die dennoch bequem ist und nicht zu Starrheit führt. Anke erklärte und vermittelte uns, wie entscheidend dabei die richtige Stellung des Beckens im Verhältnis zum Brustbein ist.
Anschließend fand die zweite Reitstunde statt und mit Hilfe von "Wind und Welle", die wir dann auf dem Pferderücken wiederholten, fand ich micht tatsächlich und für mich erstaunlich schnell einer ganz neuen Haltung. Ich saß so sicher und bequem im Sattel wie selten zu vor. Das Becken lag gleichmäßig verteilt auf. Und es fühlte richtig und gut an.
Am zweiten Kurstag übten wir die Gallionsfigur - dabei steht man in den Bügeln, und schiebt das Gesäß vor den Sattel. Mit dieser Übung lässt herausfinden, wo genau die Füße im Bügel sein sollen. Sie dient als Vorübung für einen ausbalancierten leichten Sitz und für das Leichtraben. Durch sanftes Einsitzen ist es möglich, umgehend wieder in den tiefen Sitz zu finden.
Eine weitere Übungen zu Pferd in den nachfolgenden Tagen war das Durchreiten einer Quadratvolte (Stangenkarree). Dadurch wurde mir klar, welche Rolle bei den Viertelvolten und dem anschließenden Geradeaus durch die Stange reiten, wiederum insbesondere die Körpermitte für die Hilfengebung spielt. Und dass die Zügelführung allein nicht ausreicht, um das Karree exakt durchreiten zu können.
Ein ganz wichtiger Bestandteil des Kurses neben dem Reiten waren die täglichen Feldenkraisstunden. Mit den Feldenkraisübungen lassen sich die Bewegungsabläufe im Körper erspüren und werden bewußter. Die Bewegungsmuster können damit verbessert werden, so dass die Bewegungen leicht und ohne Kraft ausgeführt werden können. Darüberhinaus lassen sich die Bewegungen damit auch verfeinern. Mit den Feldenkrais-Stunden hat Anke uns immer bestens auf die nachfolgenden Übungen zu Pferd vorbereitet.
Weiterhin auf dem Programm stand außerdem etwas Bodenarbeit: Das Fahren auf dem Boden - sehr lehrreich für die Fahrer - die die Zügelführung zunächst von Mensch zu Mensch übten, und anschließend lernten, wie man die Pferde mit den Leinen (in unserem Fall Führstricke) vertraut macht und Ihnen auf sanfte Art zu vermitteln, auf den Menschen hinter sich zu achten und und seinen Anweisungen zu vertrauen. Daneben machten wir auch Körperarbeit mit den Pferden nach der TTEAM Methode. Beeindruckend waren die Reaktionen der Pferde und zu sehen, wie entspannt sie darauf reagierten. Es war deutlich zu sehen, dass sie es sehr genossen, vorausgesetzt natürlich, wir machten unsere Anwendungen auch richtig.
Ich habe in diesen 5 Tagen sehr viel über das Reiten gelernt. Die für mich wichtigste Erfahrung war, den richtigen Sitz gefunden zu haben und mir vor allem über den Weg dahin bewußt zu werden. Der Unterricht nach Centerd Riding richet sich in in erster Linie auf die Körperhaltung,die Bewegungsmuster und das Körpergefühl des Reiters. Der Reiter ist angehalten,unverrbissen und ohne großartige Kraftanstrengungen zu reiten. Simmt die Baiss, fühlen sich auch die Pferdeunter dem Reiter wohl. Die Kommunikation wird verbessert und es ist wirklich möglich, im Einklang mit dem Pferd zu reiten.
Mit den gezielten Übungen konnte mir Anke die Grundlagen sowohl für den tiefen wie auch für den leichten Sitz und für eine feinere Hilfengebung sehr gut vermitteln.
Ich fand den Kurs sehr gelungen. Die Inhalte waren abwechslungsreich, interessant und spannend. Trotzdem es öfter regnete, hielt die gute Stimmung der Teilnehmer unverändert an. Damit waren der Kurs nicht nur sehr lehrreich, sondern insgesamt ein schönes Erlebnis. Rita Gillen St. Wendel
"Das Islandpferd" Centered Riding und TTEAM Kurs mit Anke Recktenwald
Der IPRS e.V. bietet neben den Kursen mit bekannten Islandpferdetrainern seinen Mitgliedern auch andere Kurse besonderer Art an. Und so bescherte uns das erste Märzwochenende einen super Kurs auf dem Reitgelände der Pferdefreunde Löstertal. Sogar das Wetter war uns freundlich gesinnt. Mit Einsteigern und Fortgeschrittenen war der Kurs mit Anke interessant und abwechslungsreich. Zunächst galt es die Grundlagen des Centered – Riding (Reiten aus der Körpermitte nach Sally Swift) zu erfühlen. Dies ist am besten möglich wenn das Pferd geführt wird, so kann man die Verantwortung abgeben und sich voll und ganz auf seinen Körper und die Bewegung des Pferdes konzentrieren. Die Bewegungen des Pferdes lassen den Körper arbeiten und stimmen uns Reiter darauf ein, wie wir das ganze positiv beeinflussen können. Sobald wir die vier Bausteine „Kugel im Nest, Atmung, weiche Augen und den Schneemann“ gefunden haben, haben wir ein rundum gutes Gefühl auf dem Pferderücken. Es ist erstaunlich, wie die Pferde auf jede kleine Veränderung reagieren. Oft geht ein Aufatmen durch Reiter und Pferd und es breitet sich ein angenehmes Gefühl aus. Schade, dass es früher nicht solchen Unterricht gab, wir hätte sicher einiges anders machen können! Anke führt uns mit einfühlsamem Unterricht dazu selbst die richtige Position auf dem Pferd zu finden. Interessant war die Veränderung bei Dominique, die am ersten Tag morgens nur unter Schmerzen die richtige Position hätte einnehmen können. Während der Mittagszeit, nach der Pause, wurden auch „Trockenübungen“ durchgeführt. Dabei wurde noch klarer mit welchen Bewegungen wir den Bewegungsablauf des Pferdes verändern konnten. Am zweiten Tag wurde ebenfalls geführt aber auch frei geritten. Ein schönes Gefühl, welche Veränderungen sich schon bemerkbar gemacht hatten. Bei der Mittagspause, konnten wir sogar, dank herrlichem Sonnenschein, draußen essen. Wieder wurden Trockenübungen durchgeführt, die für uns sehr aufschlussreich waren, für Zuschauer jedoch sicher wie ein Tanzkurs gewirkt haben. Am Nachmittag gab es dann das „Finale“ des Kurses, wobei Dominique und Julia auf Wunsch: „The Joy of Riding“ nach Linda Tellington-Jones erfahren konnten. Sie ritten mit Halsring und wurden zunächst dabei geführt. Nach und nach konnten wir uns als Begleitpersonen entfernen und sie ritten selbstständig Wendungen, Paraden und Gangwechsel. Am Schluss konnten beide sogar Hindernisse überwinden, was nach einiger Skepsis sichtlich Freude bereitete. Christina und ich ritten im Dressurviereck vorwiegend Wendungen und Paraden mit Hilfe unserer Sitzbeine. Dabei waren unseren Zügel mit Gummis an den Trensengebissen befestigt. So wurde die Zügelführung noch feiner. So kam es schon im Kurs zu persönlich orientiertem Unterricht. Am Schluss besprachen wir gemeinsam noch einmal die Kursinhalte und die Weiterarbeit. Alle fühlten sich rundum gut und stellten fest, das, aus Centered Riding bei intensiver Befassung Centered Living wird. Das Gefühl für den Körper überträgt sich auf alle Lebenslagen. Mit dem schönen Gefühl, etwas für sein Pferd und sich erreicht zu haben, fuhren wir heimwärts. Es wird sicher nicht der letzte Kurs in dieser Form gewesen sein! Heike Schöneberger
Tageszeitung ( cvw) Reitlehrgang von Anke Recktenwald nach der TTEAM Methode bei Fam. Müller in Walshausen
Anke Recktenwald streicht mit einer Gerte meine Beine ab, so wie wir das gleich mit unseren Pferden machen sollen: In ruhigen, gleichmäßigen und festen Abwärtsbewegungen. Ich spüre Wärme, fühle mich ruhig, regelrecht geerdet. "Seht ihr, so könnt ihr eure Pferde beruhigen, und sie lehren ruhig stehen zu bleiben", erklärt unsere Ausbilderin. Sieben Reiterinnen und ein Reiter haben sich auf dem Hof der Fam. Müller in Walshausen versammelt, um sich von der Pferdewirtschaftsmeisterin Anke Recktenwald aus Marpingen in die Geheimnisse der TTEAM Methode und des "Reitens aus der Körpermitte" einweihen zu lassen. Viola Brodwurm kommt aus Pirmasenes und hat ihr eigenes Pferd mitgebracht. Wir übrigen reiten in der Trainingsarbeit Pferde von Kerstin Müller. Günter ist aus Heidelberg angereist, und Conny sogar aus Bielefeld, die übrigen stammen aus Rheinland Pfalz und dem Saarland. Der Sonntagmorgen beginnt bei strahlendem Sonnenschein mit Bodenübungen nach der bekannten amerikanischen Pferdeausbilderin Linda Tellington-Jones, TTEAM. Wir erproben gegenseitig an uns selbst, wie eine eindeutige Aufforderung zum Vorwärtsgehen oder Stehenbleiben mit dem weißen Zauberstab aussieht und mit wie feinen Hilfen an der Führkette sich selbst ein ungebärdiges "Pferd" dirigieren lässt. Ohne Ziehen, Zerren, Zetern. Ob das am Pferd auch so klappt? Die Vierbeiner zeigen sich sofort verständig und reagieren auf unsere richtige Hilfengebung. Natürlich klappt nicht alles auf Anhieb, aber unter Ankes Anleitung machen alle sehr schnelle Fortschritte. Selbst stürmische Pferde werden beim konzentrierten, ettappenweisen Durchschreiten des Labyrinths (eine Erfindung von LTJ) aus Stangen am Boden ruhig und lassen sich mühelos anhalten. Oberstes Gebot unserer Ausbilderin: "Die Pferde sollen sich wohl fühlen, und ihr auch." Dafür üben wir verschiedene Körperübungen, Tellington Ttouches. Sie können Verspannungen lösen, Muskelpartien besser durchbluten helfen, aber auch aktivieren. Ziel ist ein erhöhtes Körperbewusstsein für den Partner Pferd, das ihn auch für eine effizientere Arbeit unterm Reiter vorbereitet. Bevor wir uns in die Sättel schwingen dürfen, gibt es Trockenübungen auf der Stallbank. Was hat der Blick mit dem besseren Reitsitz zu tun? Wir probieren es aus, indem wir einmal unsere Augen auf einen Punkt fixieren und dann das Blickfeld bewusst so weit wie möglich wählen. Sofort vertieft sich die Atmung, jeder fühlt sich besser im Gleichgewicht. Dasselbe Gefühl erleben wir wenig später auf dem Pferderücken. Im Schritt konzentrieren wir uns auf den weiten Blick, der in der Reitarbeit häufig dem Fixierblick weicht und auf eine gleichmäßige, rhythmische Atmung. Die Pferde danken es uns sofort mit einem gleichmäßigen Rhythmus im Schritt. Die drei Mittelpunkte im Körper zu finden - den Balancepunkt unterm Fuß, dort wo der Bügel sitzen soll, die Körpermitte und den Punkt im Kopf zwischen den Ohren - und uns ins innere Gleichgewicht zu bringen, gelingt nicht auf Anhieb. Positionswechsel im Sattel vom Aussitzen über den Entlastungssitz zur" Galionsfigur" bei der die Hüfte vor den Sattel gehoben wird, sorgt für mehr Klarheit. "Der Wechsel dazwischen muss mühelos sein und ohne Anstrengung erfolgen können. Nur dann seid ihr in eurem Gleichgewicht", erklärt Anke. "Den Sitz selbst optimieren, statt durch den Reitlehrer" lautet ihr Credo. Auf diesen Weg hat uns der Kurs etwas gebracht. Alle Teilnehmer waren begeistert und wollten mit den neu erlernten Fähigkeiten weiterarbeiten. Anke Recktenwald ist mit dem Müllerhof in Walshausen als Trainingsstützpunkt sehr zufrieden. Sie sagt:" Es paßt alles, der Platz, die Pferde, die liebevolle Betreuung." Am letzten Juliwochenende wird die ausgebildete Instruktoren dort einen Kurs nur für "Reiten aus der Körpermitte" nach dem Buch "Centered Riding" der Amerikanerin Sally Swift anbieten.
Reitkurs 2. und 3. März, Centered Riding Lehrerin: Anke Recktenwald
Samstag, 2.3.02 Christina und Heike haben bereits Erfahrung mit dieser Art des Lernens. Meine Schwester (Julia) und ich (Dominique) sind noch relativ unerfahren. Julia und ich werden auf unseren Pferden von Christina und Heike geführt. Mit geschlossenen Augen haben wir die Möglichkeit, uns ganz auf die Verbindung zu unserem Pferd einzulassen. Wir sollen uns auf unsere Gesäßknochen konzentrieren und diese in Bezug zur Bewegung des Pferdes beobachten, um ein Bewegungsmuster herauszuspüren. Wichtig ist dabei „Geschehen zu lassen“. Bei der Beobachtung des Bewegungsmusters finden wir schließlich zu der Vorstellung des „rückwärts Radfahrens“. Wir können beobachten, wie sich durch die mentale Veränderung dieses Bildes in Geschwindigkeit und Umfang der Drehbewegung die Bewegung des Pferdes sich entsprechend verändert. Wir versuchen uns diese Bewegung bewusster zu machen, indem wir sie mit den Händen, synchron zur Pferdebewegung, in die Luft zeichnen. Nachmittags werden wir mit den 4 Bausteinen des Centered Riding vertraut gemacht. Zunächst übten wir auf Stühlen und durften dann unsere Erfahrungen auf dem Pferd erproben. 1. Baustein: weicher Blick, mit einem weiten Blickfeld. Wir beobachten im Gegenzug was passiert, wenn wir unseren Blick fixieren und stellen fest, dass wir oberflächlich atmen und uns verspannen. Mit weichem Blick werden wir gelöster, geschmeidiger und flexibler, die Atmung wird tiefer und ruhiger. Auf dem Pferd können wir eine stärkere Bindung mit dem Pferd beobachten, ein tieferes Sinken in den Sattel. 2. Baustein: Atmung: wir beobachten, welche unterschiedlichen Auswirkungen die Brust und die Bauchatmung haben. Wir atmen in den ganzen Körper, so dass alles atmet. Bei dieser Art zu atmen stellen wir auf dem Pferd fest, dass das Pferd losgelassener, freier und taktklarer geht. Das Pferd schnaubt ab. 3. Kugel im Nest: Halten unsere linke Hand auf den Bauch mit dem Daumen zum Nabel. Die rechte Hand liegt auf dem Rücken. Nun lassen wir in unserer Vorstellung eine Kugel zwischen den Händen wandern und schließlich vor der Wirbelsäule in ein so genanntes Nest fallen. Wir beobachten, dass unser Rücken länger wird, das Becken richtet sich auf und darüber die Wirbelsäule. Wir erlangen Stabilität und gleichzeitig Beweglichkeit. 4. Die Vorstellung wir bauen einen Schneemann: Ball 1: Zentrum bildet das Fußgelenk, Radius bis zum Knie Ball 2: Zentrum ist die Kugel im Nest, Radius bis Schulter Ball 3: Zentrum ist der Knorpel im Ohr, Radius Schulter Die Bälle sollen wie bei einem Schneemann mit senkrechtem Lot aufeinander sitzen. Diese Übung bringt den Körper in die Senkrechte, richtet ihn auf und führt zur Balance und damit zur Stabilität und gleichzeitigen Beweglichkeit. Zu diesem Zeitpunkt gelingt es mir nicht, zu einem klaren Bild zu gelangen.
Sonntag, 3.3.02 Erneut werden wir geführt und dürfen spüren. Über das mentale „rückwärts Radfahren“ werden wir zum Entlastungssitz hingeführt und üben dann die so genannte „Galionsfigur“, d.h. wir stellen uns im Sattel auf mit nach vorne geneigtem, aufrechtem Oberkörper und seitlich ausgestreckten Armen. Wir achten darauf, dass die Fuß-, Knie- und Hüftgelenke locker und durchlässig bleiben. Beim Einsitzen in den Sattel streichen wir ein imaginäres Brautklein glatt, um ein sanftes Einsitzen in den Sattel zu bewirken. Dabei stellen wir uns vor, unsere Fersen bewegen sich Richtung Gesäß, was dazu führt, dass die Füße unterm Schwerpunkt bleiben und nicht nach vorne rutschen. Anschließend erproben wir unsere Stabilität im Traben. Alle 7 Schritte wechseln wir von Leichttraben zum Entlastungssitz, zum Aussitzen. Julia stellt fest, dass sie im Trab mehr Stabilität in ihrem Unterbein erlangt, sie leicht und ausbalanciert die Sitzarten wechseln kann. Ich selbst habe nach diesen Übungen ein vollkommen neues Sitzgefühl, ich fühle mich geschmeidiger und sicherer, nun kann ich auch den „Schneemann bauen“. Auch die anderen Teilnehmer stellen eine Verbesserung meines Sitzes fest. Unsere Abschlussübung führen wir im Dressurviereck durch. Wir lernen mit Halsring zu reiten. Wir werden zunächst am langen Strick geführt, so dass ich meine anfängliche Ängstlichkeit und Verspanntheit allmählich abbauen kann und ich beobachte wie sich mit zunehmendem Vertrauen sowohl mein Pferd als auch ich mich entspanne und es dann tatsächlich möglich ist, nur mit Halsring zu traben, zu galoppieren und schließlich über ein kleines Hindernis zu springen. Ein Gefühl von Freude, Leichtigkeit und Freiheit kommt auf. Diese Übung bringt Balance für Pferd und Reiter und steigert das Selbstbewusstsein beider. Der Kurs endet mit einer Abschlussbesprechung und gemeinsamem Erfahrungsaustausch. Insgesamt ein intensives, sehr wohltuendes Wochenende, was durch das Einfühlungsvermögen, die Geduld und Erfahrung der Reitlehrerin und das harmonische Miteinander von Reiter und Pferden, eine große Bereicherung brachte.
Sehr schön waren die ersten Erfahrungen im Gelände nach dem Kurs, mein Pferd ging viel gelöster und ich fühlte mich im Einvernehmen mit dem Pferd. Durch die vier Bausteine ist es mir möglich, von einem Reitlehrer bzw. einer Reitlehrerin unabhängig, mich selbst zu korrigieren. Trotzdem kann ich einige Wochen nach dem Kurs beobachten, dass sich alte Muster einschleichen, ich Schwierigkeiten habe dahin zu kommen, wo mein Pferd und ich nach dem Kurs waren. So habe ich das Bedürfnis die Methode des Centered Riding tiefer zu ergründen. Erwähnen möchte ich noch, dass die Erfahrung des körperbewussten Reitens, des Hinfühlens und der mentalen Einflussnahme sich auch in die übrigen Lebensbereiche im Sinne von mehr Entspanntheit und größerer Aufmerksamkeit auswirken.
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Die "Rheinpfalz" Zeitung und online
Ungewöhnliches Trainingssystem für Pferde und Reiter bei Wochenendseminar in Halle des Reitvereins Rodalbtal vorgestellt
Mit lautem Hundegebell wird der Besucher am Sonntag in der Reithalle des Reitvereins Rodalbtal auf dem Rodalber Hof bei Erlenbrunn empfangen. Mehrere Leute stehen im Halbkreis um eine junge Frau, die mit klarer Stimme Anweisungen erteilt. Weit und breit sind keine Pferde zu sehen. "Ist das das Wochenendseminar, in dem die Reiter mit der "TTEAM'- Methode und dem "Reiten aus der Körpermitte" vertraut gemacht werden?" Ist es!
Anke Recktenwald heißt die Lehrerin und "Pferdeflüsterin". Sie zeigt gerade den Menschen, wie das Pferd seine Umgebung sieht. Macht ihnen deutlich, wie der Mensch auf klare und unklare Befehle der Gerte reagiert, damit sie die Reaktion der Pferde nachempfinden können. Sieben Reiterinnen und ein Reiter stehen in Zweiergruppen beisammen. Jeweils einer hat die Hände so im Gesicht, dass sein Blick eingeengt wird. "So sieht das Pferd seine Umgebung. Merkt ihr, dass es die Gerte erst mindestens einen Meter weiter weg erkennt? Versucht dem Pferd beizubringen, dass die Gerte kein Strafmittel, sondern verlängerter Arm ist."
Ziel ist es, dass das Pferd, mit leichter Führung, den Anweisungen mit der Gerte folgt. "Versucht, euch so klar wie möglich auszudrücken", sagt Recktenwald. "Ein Pferd tut immer das, was der Reiter möchte: "Wenn es kann, wenn es keine Angst hat und wenn es versteht, was der Mensch will", ist ihr Leitsatz. "Klarheit heißt nicht Brutalität", betont sie. Als die Menschen begriffen haben, wie die Gerte, der "weiße Zauberstab", zu führen ist, kommen die Pferde dazu. "Petit Charmeur" heißt das Pferd von Stefanie Zehfuß. Sie hält die Gerte zwar wie vorgeschrieben nicht direkt vor sein Gesicht, ist aber zu nahe. "Charmeur" versteht das falsch und beißt probeweise mal zu. Steffi Haber reitet seit 25 Jahren. "Das Seminar interessiert mich, weil es eine relativ weiche Art zeigt, mit den Pferden umzugehen. Man lernt, sich in die Pferde rein zu denken, kann verbessern, was man falsch gemacht hat." Einige Male muß sie ihr Pferd "Nocturno" durch das "Labyrinth" führen, bis es einwandfrei klappt - nicht weil es das Tier nicht kann, sondern weil Steffi unklar führt. Die Pferde werden auch über Holzpfähle geführt. Sie laufen über eine raschelnde Plastikplane, gehen geradeaus, bleiben stehen. Immer wieder hält Anke Recktenwald die Pferdeführer an, zu loben, zu loben und nochmals zu loben.
"Ich hätte nie gedacht, dass "Petit Charmeur' über die Plane geht", wundert sich Stefanie Zehfuß. "Er ist normalerweise unruhig, leicht schreckhaft und springt durch die Gegend beim Reiten", erklärt sie. "Durch den Kurs wurde das Vertrauen zwischen uns gestärkt. Gestern war ich wesentlich angespannter als heute. Als ich gesehen habe, dass die Methode funktioniert, hat sich bei mir die Spannung gelöst." Die Methode, das ist TTEAM-Arbeit. Damit "befähigt eine Serie von Bodenübungen ein Pferd, alte Muster aufzuheben und ohne Furcht oder Gewalt zu lernen", steht es in der Beschreibung. "TTEAM - Tellington Touch Equine Awarnes Method" (Die Tellington Methode Bewusstheit durch Berührung für Pferde) heißt es nicht abgekürzt. Es ist ein umfangreiches Trainingssystem für Pferde und Reiter, zu dem der "Tellington-Touch" (Berührung) als wesentlicher Bestandteil gehört. In Europa wurde es erstmals vor 25 Jahre auf der Pferdemesse "Equitana" vorgestellt. Entwickelt hat die Methode die Kanadierin Linda Tellington-Jones.
Seit 1998 ist Anke Recktenwald aus Marpingen "TTEAM"-Lehrerin und seit 1999 "Centered Riding" Lehrerin. "Reiten aus der Körpermitte" sei ein neuer Weg, Reiten zu lernen, erklärt sie. "Es verbessert das Körperbewusstsein und daraus entwickelt sich die Balance des Reiters". "Wir haben gestern unter anderem gelernt, uns in die Bewegung des Pferdes zu versetzen", sagt Karin Thorn, die mit ihrer zwölfjährigen Tochter Tamara und Pferd "Derby" am Kurs teilnimmt. Auch "Tellington-Touch" war eine Unterrichtseinheit am Samstag. "Der Tellington-Touch findet Stellen im Pferdekörper, die beispielsweise Spannung, Furcht vor Kontakt oder Unbehagen beim Pferd anzeigen. Spezifische Berührungen und Bewegungen verbessern das Selbstverständnis und Selbstvertrauen", beschreibt es Anke Recktenwald.
Tageszeitung (SZ Nr. 101 von Verena Eckert) Stute Merle spricht über ihre Rückenschmerzen Vom Start weg, entwickelte sich die erste "Pferd Südwest" in Saarlouis zu einer echten Pferde-Messe-Kombination aus Turnier und Zubehörverkauf kam an.
Es war wie im Film: "Der Pferdeflüsterer": Die Urexweiler Fachfrau Anke Recktenwald demonstrierte auf dem Wiesenhof einen neuen Umgang mit Tieren, eine Mischung aus Massage und Psychologie.
Friesenstute Merle hat Rückenschmerzen. Doch im Gegensatz zu uns Menschen kann sie nicht einfach zum Arzt gehen. Merle muss warten bis die Menschen es merken. Bei Anke Recktenwald hatte die Friesenstute am Sonntag auf der Pferdemesse "Pferd Südwest" endlich die Gelegenheit von ihren Rückenschmerzen selbst zu berichten. Denn an Merle zeigt die Urexweiler Pferdewirtschaftsmeisterin die TTEAM - Methode. Diese Lehre über den Umgang mit Vierbeinern stammt von der amerikanischen Pferdepsychologin Linda Tellington Jones. Tellington Jones bildete Reitlehrer aus und schrieb Bücher über die Physiologie der Pferde. Durch einen Kurs bei dem Physiker Moshe Feldenkrais kam die Amerikanerin auf die Idee, dessen Bewegungstherapie auch auf Pferde zu übertragen. Die Philosophie: Der Körper lernt durch ungewohnte Bewegungen. Nach Deutschland kam diese gewaltfreie Art der Pferdearbeit vor 25 Jahren. Und so zeigt Anke Recktenwald der Friesenstute Merle, wie sie in Zukunft ihre Bauchmuskulatur nutzen kann, um die Rückenschmerzen loszuwerden. Pferd Nummer zwei bei der Vorführung der TTEAM Methode kam vom Gastgeber der "Pferd Südwest", dem Saarlouiser Wiesenhof. "Donna Lee war in der Halle sehr ängstlich und verspannt", erzählte die 34 Jahre alte Pferdewirtin. Durch gezielte Berührungen am Ohr und im Maul und eine Bandage um den Pferdekörper beruhigte die Urexweilerin das Pferd. dann übergab sie Donna Lee wieder an ihre Pflegerin Astrid Schmidt aus Berus.....
Von falschen Hüftknochen und richtiger Balance Lehrgang „Reiten aus der Körpermitte“ in Walshausen
Walshausen (cvw). Durch eigenes Körperbewusstsein mit weniger Aufwand erfolgreicher reiten – so etwa läßt sich das Ziel des Lehrgangs „Reiten aus der Körpermitte“ formulieren, der am vergangenen Wochenende auf dem Hof der Familie Müller in Walshausen stattfand. Die Pferdewirtschaftsmeisterin!!! und ausgebildete Instruktorin für „Centered Riding“ nach der Amerikanerin Sally Swift begrüßte sieben Teilnehmer aus Zweibrücken, dem Saarland und sogar aus Heidelberg. Die meisten waren „Wiederholungstäter“. Nach ihrem ersten Kurs bei Recktenwald Ende Juni hatten sie so große Fortschritte mit ihren Pferden erzielt, dass sie mehr über das körperbewußte Reiten erfahren wollten. „Ich bin in den letzten vier Wochen weiter gekommen als in den letzten zwei Jahren“, freut sich die Turnierreiterin Miriam Alsfasser aus St. Wendel. „Wo sitzen eure Hüftgelenke?“ fragt Recktenwald ihre Lehrgangsteilnehmer. Sieben Händepaare legen sich spontan um die Beckenknochen. Doch die Reiterinnen und Reiter lernen schnell, dass sie keine Barbiepuppen sind und ihre Gelenke tiefer sitzen. Erst am Boden und dann auf dem Pferderücken entdecken sie eine ganz neue Beweglichkeit Dank dieser Erkenntnis. Und noch mehr erspüren sie: Wie positiv sich ihre gleichmäßige Atmung und ein weicher Blick mit dem gesamten Blickfeld auf einen rhythmischen Gang ihres Pferdes auswirkt. Mit geschlossenen Augen fühlen sie sich ganz in die Bewegung ihres geführten Reittieres ein: Die – neu erkannten – Hüftknochen der Reiter bewegen sich dabei in einer Kreisbewegung rückwärts, wie wenn jemand rückwärts Fahrrad fährt. „Mit diesem Bild in eurem Kopf könnt ihr die Schrittlänge und den Schwung eurer Pferde beeinflussen“, erklärt die Dozentin. Größere Räder vergrößern die Schritte, mit immer kleineren Rädern in der Vorstellung der Reiter lässt sich ein Pferd mit minimalsten Zügelhilfen versammeln und sogar anhalten. Verblüffung und Begeisterung macht sich in den Gesichtern der Teilnehmer breit. Recktenwald geht auf jeden von ihnen persönlich ein, korrigiert sie nach den individuellen Bedürfnissen. Günter Wiencke aus Heidelberg, der noch nicht so lange und nur sporadisch im Sattel sitzt, entwickelt eine ganz neue Balance auf dem Pferderücken. „Ich spüre, wie ich regelrecht im Pferd sitze und es auf meine Gedanken reagiert“, strahlt er. Die vier Grundbausteine des „Reitens aus der Körpermitte“ müssten sich jedoch in seinem Kopf noch festigen. In einigen Wochen will er dafür einen weiteren „Centered Riding Course“ belegen – „Natürlich bei Anke“. Durch Gummibänder zwischen Zügeln und Gebiß sowie einem Balancezügel um den Hals des Pferdes erkennt Katrin Nicht ihre Neigung, mit der Hand rückwärts zu wirken und ihr Pferd in seiner schwungvollen Vorwärtsbewegung zu behindern. „Das will ich ändern. Zum ersten Mal habe ich genau gefühlt, was meine Hand eigentlich macht“, haben sich die beiden Lehrgangstage auch für sie gelohnt.
Es ist wichtig, dass es ein Balancezügel ist und kein Ring, sonst wird er leicht mit dem Halsring verwechselt, der etwas anderes ist und bewirkt. Beim Fahrradfahren geht es darum die Schrittlänge zu variieren. Idealerweise ohne das Tempo zu verändern. Das heißt im gleichen Takt bleiben. Natürlich werden die Pferde bei kürzeren Schritten langsamer und bei längeren schneller. Doch es ist im Kopf wichtig, ob es um Schrittlänge oder um Tempo geht.
Araber Journal 2000
Erfolgreiche Pferdewirtschaftsmeisterprüfungen Am 11. Juli haben Andrea Klein und Anke Recktenwald ihre Prüfungen zur Pferdewirtschaftsmeisterin erfolgreich ablegen können. 16 Kandidaten waren angereist, nicht alle haben bestanden. Ein Grund mehr für Anke Recktenwald, auf ihre Auszeichnung, die Georg Graf von Lehndorff-Plakette, stolz zu sein. Die Trainerin und Ausbilderin arabischer Pferde aus Urexweiler unterrichtet hauptberuflich TTEAM (Tellington Touch Equine Awarness Method) uns assistiert in der Ausbildung neuer TTEAM Lehrer in Deutschland. Ihr weiteres Spezialgebiet ist Centered Riding Instruktor, also Lehrerin für Reiten aus der Körpermitte.
Horse Magazin (v. C. Becker) DANKE ANKE! TTEAM Kurs bei Anke Recktenwald
Fast jeder in der Freizeitreiterszene hat TTEAM schon mal gehört, darüber gelesen, besitzt sogar vielleicht Bücher darüber, konnte allerdings in der Praxis bisher wenig damit anfangen. So erging es größtenteils den Teilnehmern des TTEAM Kurses, den C. Becker am 2. Juli in Eiweiler organisierte, und der von Anke Recktenwald (TTEAM Practitioner) geleitet wurde. Grundsätzlich ist TTEAM ein Weg zur harmonischen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Pferd. Durch ungewohnte Bewegungen und Berührungen (TTOUCH) wir das Nervensystem aktiviert, um Angst, Stress und Schmerz abzubauen. Dadurch verbessern sich Konzentration, Koordination, Leistungs- und Lernfähigkeit der Tiere. Gleich zu Beginn des Kurses mußten alle Teilnehmer Paar bilden und sozusagen selbst "Hand anlegen". Der TTouch wurde zunächst ausführlich am Partner geübt. Durch diese eigene Erfahrung konnte jede Teilnehmer spüren und verstehen, wie er auf das Pferd wirkt, und was geschieht. Dann zogen alle los zur praktischen Anwendung an ihren Vierbeinern. Weiterhin wurde paarweise an einem Pferd gearbeitet. Anke verstand es hervorragend die Körperarbeit am Pferd zu vermitteln, und wo es zuvor bei den "Partnerversuchen" noch eher lustig zuging, führte nun Konzentration und Übung des TTouches zur Entspannung der Pferde. Es war faszinierend, wie positiv die Vierbeiner auf die verschiedenen TTouches mit Gelassenheit und Ruhe reagierten. Nach der Mittagspause kamen wir zur Bodenarbeit. Hierbei helfen unterschiedliche Hinderniskombinationen und differenzierte Führpositionen, alte Verhaltensmuster zu überwinden. Die Teilnehmer wurden wieder paarweise zusammengestellt. Mit Führkette spielten wir Pferd und Führer, um, so Anke, zu verstehen, wie ein Pferd sich beim Führen fühlt, oder um zu erkennen, was wir besser machen können. Es ist kaum zu glauben, aber einmal "Pferd zu sein" zeigte den Teilnehmern sehr bewusst, wie oft wir doch diejenigen sind, die Fehler begehen, und wie mißverständlich und negativ sich das auf die Pferde auswirkt. Das anschließende Führen durch das Labyrinth und über die Stangen wirkte entspannend auf die Vierbeiner und durch die ständig wechselnde Aufgabenstellung stieg auch die Konzentration, sodass Anspannung und Nervosität in Vergessenheit gerieten. Am Abend waren alle Teilnehmer so begeistert, dass wir direkt einen weiteren Kurs bei Anke Recktenwald buchten. Anke selbst arbeitet absolut ruhig und versteht es, die TTEAM -Methode für jedermann verständlich und vor allem selbst nachvollziehbar rüberzubringen. Als Pferdewirtschaftsmeisterin, Centered Riding Instruktorin, Berittführerin etc. besitzt sie ein enormes Wissen über Pferde und ist als waschechte Saarländerin eine Bereicherung für die saarländische Reiterwelt. Ein Satz von ihr bleibt wohl jedem Teilnehmer in Erinnerung: "Gewalt beginnt, wo Wissen endet."
Tageszeitung Andechs
Der "Sonnenhof" in Machtlfing bei Andechs bietet rund ums Jahr viele interessante Seminare rund ums Pferd an. Am kommenden Wochenende, den 22.- und 23. März ist die Pferdewirtschaftsmeisterin Anke Recktenwald aus dem Saarland eingeladen, die einen Kurs abhält, bei dem es vor allem um den Vertrauensaufbau zwischen Pferd und Mensch geht. Mit stressfreien Übungen lernt das Pferd zusammen mit seinem Besitzer, wie es sich auch in ungewohnten Situationen ruhig verhalten kann und in der Lage ist, den Wünschen seines Menschen zu entsprechen. So zum Beispiel beim Einsteigen in den engen Pferdetransporter, oder beim Durchqueren von Wasser. Der Pferdebesitzer lernt gleichzeitig zu erkennen, was sein Pferd fühlt, und wie er sicher auf es einwirken und es schnell beruhigen kann. Die Übungen sind gleichermaßen vorbereitend für ein gefahrloses Anreiten von Jungpferden. Anke Recktenwald wurde von Linda Tellington-Jones ausgebildet, die mit ihrer gewaltfreien Methode seit fast 30 Jahren Pferde aller Rassen und sportlicher Bereiche zu kooperativen Partnern ausbildet. Linda Tellington-Jones hat große Erfolge in fast allen Formen des Reitsports aufzuweisen. Olympiareiter aus vielen Ländern, wie Nicole Uphoff oder Otto Becker aus Deutschland, arbeiten oft und gerne mit ihr zusammen. Die Tellington Methode, TT.E.A.M., eignet sich für alle Menschen und Pferde. Im Sommer finden auch Seminare für Kinder ab 4 Jahren statt. Auf der Homepage von Anke Recktenwald, www.anke-recktenwald.de, finden Sie noch zusätzliche Infos zum Thema TT.E.A.M.
5 Tage Feldenkrais, TTEAM und Reiten aus der Körpermitte 2005 "Das Islandpferd" „Wenn du weißts was du tust, kannst du tuns was du willst“ Das ist ein Satz des Physikers Moshé Feldenkrais, der mit seiner Methode eine Weg fand, gewohnte Bewegungsmuster herauszufinden und die eigenen Möglichkeiten zu erweitern. Viele Menschen nutzen diese Methode in Beruf, Kunst, Sport und zur Wiederherstellung oder Verbesserung ihrer Beweglichkeit. Sehr achtsam ausgeführte Bewegungen führen zur Verbesserung der Bewusstheit. Diese Erfahrung machte auch Linda Tellington Jones, die weltberühmte Pferdetrainerin, in ihrer Ausbildung bei Moshé Feldenkrais, und fand einen Weg, es für Pferde umsetzbar zu machen. Zusammen mit ihrem Wissen aus der lebenslangen Erfahrung als Pferdetrainerin und dem Wunsch, einen für alle Menschen nachvollziehbaren Weg des achtsamen Umgangs mit dem Pferd zu finden, wurde die Tellington Methode (TTEAM) vor 30 Jahren geboren und entwickelt sich noch immer weiter. Auch die Methode von Sally Swift, Reiten aus der Körpermitte, richtet sich an körperorientiertes Lernen, und baut auf die Feldenkraisarbeit und andere Körpertherapien auf, ebenso auf östliche Kampfkünste wie Tai Chi, oder Yoga. Hier lernt der Reiter, am Boden und auf dem Pferd sich freier und leichter zu organisieren und sein Pferd losgelassen und elegant in der gerade gewünschten Art zu reiten. Pferd und Reiter werden zum Team und beide haben Spaß an der Arbeit. Das Reiten entwickelt sich zur Kunst statt zum Kraftsport. Anke Recktenwald, Pferdewirtschaftsmeisterin, arbeitet seit 1992 mit der Tellington Methode und lernte darüber auch Reiten aus der Körpermitte und die Feldenkraismethode kennen, nutze es für ihr eigenes Leben und Reiten und ist heute ausgebildete Lehrerin und teilweise auch Assistentin in den Ausbildungen.
Schon zum 2. Mal fand über 5 Tage ein Kurs statt, indem Anke Recktenwald die Verbindung dieser Methoden für die Reiter erfahrbar machte. Etwas mehr als die Hälfte der Reiter war mit eigenem Pferd angereist, die anderen ritten Privatpferde von Freunden der Reitlehrerin. Beate Hauschild, Westernreiterin aus Berlin, freute sich sehr über die Bereitstellung des freundlichen Islandpferdes von Heike Schöneberger, hätte ihr Pferd doch eine Anreise von 750 km hinter sich bringen müssen. Am ersten Kurstag lernten die Reiter ihre Pferde in der Tellington Bodenarbeit achtsam über verschieden Stangenkombination zu führen, und dadurch vom Boden aus die Koordination und Konzentration ihres Vierbeiners zu verbessern. Durch die Aktivierung beider Gehirnhälften erhöht sich die Balance und dadurch die Leistungsfähigkeit der Pferde. So spüren die Reiter wie sie mit wie feinen Signalen ihre Pferde beeinflussen können. Dann wurde im Reiten die Bewegung des Pferdes erforscht, und nachdem es allen möglich war, sich dieser Bewegung fließend anzupassen, konnten kleinste, unsichtbare Änderungen Gangart und Schrittlänge bestimmen. Anne Link, aus Pirmasens, die mit ihrem Halbblüter Dressur reitet, strahlte bei jedem Übergang zum Halten, den sie nun mit Leichtigkeit „denken“ konnte. Die folgenden Tage wurden jeweils mit einer Feldenkraislektion verbunden, in denen die Reiter ihre Bewegunsqualität und Körperwahrnehmung steigern konnten. Einige der Stunden fanden am Boden liegend statt, andere auf dem Pferd sitzend. Die Reiter konnten im Anschluß spüren wie sich dies auf ihren tieferen und elastischeren Sitz auswirkte. Alle waren erstaunt, wie sehr auch ihre Pferde auf die Arbeit am Reiterkörper reagierten. Ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass ein Pferd der Spiegel des Reiters ist, in physischer und psychischer Verfassung. Das Reiten von Wendungen war neben dem elastischen Sitz ein Hauptthema des Kurses. Andrea Cornely aus Heiligenwald, die mit ihrer Islandstute schon zum 2. Mal teilnahm, fand heraus, dass sie so tief im Sattel saß wie noch nie. Der letzte Tag schloß mit Tellington Touch, der Körperarbeit am Pferd. Vor allem die Beine der Pferde wurden mit sanften Bewegungen bewusster gemacht. Dies wirkt sich nicht nur auf das Reiten aus, sondern bereitete sie auch noch mal für einen sicheren Stand im Pferdehänger vor. Die Pferde hatten sich die vielen sanften Hände an ihrem Körper redlich verdient und genossen die Aufmerksamkeit und Dankbarkeit ihrer Reiter. „Am liebsten würde ich dich mitnehmen“ verabschiedete sich die Berlinerin am letzten Tag von Anke Recktenwald. Mehr Info: www.anke-recktenwald.de
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